Aufgrund dieses engen Zeitkorsetts konnten wir uns das Präsentieren mehrerer Vorschläge (was ohnehin nicht unser Fall wäre) oder lange Korrekturphasen nicht leisten. Das Konzept musste also punktgenau passen, damit Entscheidungen schnell getroffen werden konnten. Deshalb gab es öfter kurze strategische Treffen, um den Kunden gleich unmittelbar in jeden wesentlichen Entwicklungsschritt miteinzubeziehen.
Beim Firmennamen fiel die Entscheidung auf SONNQUEST in Kombination mit dem Claim »Energie mit Ende nie« (über die Namensfindung und Claim-Kreation wird Brandon bei Gelegenheit etwas schreiben). Dies schuf für mich eine gute Basis um das Logo zu entwickeln. In Anlehnung an die aus dem zum Glück vergangenen Mathematikunterricht bekannte Unendlichkeitsschleife, entstanden die ersten Skizzen (erneuerbare Energien = Energie mit Ende nie = Unendliche Energie). Wie sich dann auch noch herausstelle, ähnelten diese einem sogenannten Analemma, dem Verlauf des Sonnenstandes innerhalb ein Jahres. Im Detail wurde die Schleife mittels kleiner gelber Punkte ausgeformt, die wiederum an die schematischen Elektronen-/Ionen-Grafiken bei der Darstellung von Energie und Strom in der Physik angelehnt sind.
Mit diesem konzeptionellen Hintergrundwissen ausgestattet, präsentierten wir den Ansatz zunächst noch in Skizzenform.
Danach ging es weiter in die konkrete Umsetzung des Logos:
In fünf Schritten
Natürlich waren es nicht wirklich nur fünf schnelle Schritte, aber im Nachhinein lässt sich die Gestaltung des Logos auf diese wesentlichen Phasen reduzieren.
- So einfach wie möglich:
… war aber auch noch so uninteressant wie möglich. Mein Ziel war es, die Idee mit möglichst wenig einzelnen Elementen zu visualisieren. Da alles genau symmetrisch war und es nirgendwo eine besondere Betonung gab, begann die Form aber fast auseinander zu fallen. - Schwerpunkte setzen:
Durch das gezielte Betonen und Vergrößern einiger Punkte entstand schon mehr Dynamik, Körper und Perspektive. Doch es wirkte immer noch alles zu gut verteilt und damit nicht spannend genug. 3-Dimensionalität wollte sich hier auch noch nicht wirklich einstellen. - Kompakter werden:
Die Form wurde flacher und dadurch auch besser als Einheit wahrgenommen. Doch durch die Symmetrie und dadurch, dass der Schnitt-Punkt am größten war und in Mitte lag, wirkte das Symbol noch etwas zu leblos bzw. statisch. Da musste noch mehr Bewegung rein! - Kontraste setzen:
Jetzt hat das Ganze schon Spannung, Dynamik und Leben. Die Schleifen sind nun ungleich groß, das Gewicht liegt eindeutig auf der Rechten, was nochmals die positive Aufwärtsbewegung verstärkt. Auch wenn die Form nun etwas komplexer geworden ist, ist sie dadurch auch wesentlich markanter. - Der letzte Schliff:
Hier wurde nun noch die Achse etwas korrigiert und damit das Ganze ein Stückchen nach links gekippt um die dynamische Form auf eine stabile Basis zu stellen. Gleichzeitig sorgen zwei zusätzliche Punkte für eine insgesamt flüssigere Erscheinung. Und fertig ist die SONNQUEST-Bildmarke!
Die Wort-Bildmarke
Nach dem Schaffen des Symbols war es natürlich auch noch wichtig, die dazu passende Typografie und damit eine Wortmarke zu finden. Meine Wahl fiel auf die Agilita, von der es auch noch eine großarige Dot-Variante gibt, die sich im Zuge des Corporate Designs gut für Headlines einsetzen lässt. Die Schrift ist sauber und klar, weist aber dennoch charmante Besonderheiten auf, wie den Schweif beim Q. Außerdem ließ sie sich hervorragend mit dem Claim kombinieren.
Mittlerweile sind die Drucksorten bereits umgesetzt und auch die endgültige Website steht in ihren Startlöchern und wird nächste Woche online gehen. Auch eine Aussendung zum Kundmachen der Unternehmensgründung wurde von uns gestaltet, ein Follow-Up wird gerade entwickelt. Es tut sich also einiges bei SONNQUEST …















