Volksbank
… mit V wie Flügel. Die nämlich. Dieser Slogan ist wunderbar, weil er irritiert, verwundert, dabei aber sympathisch und positiv ist. Weil das ganze Flügel-Motiv ein positives ist; und durch die Irritation bleibt er im Gedächtnis. Er funktioniert natürlich nur, weil er mit dem Logo zusammenspielt: Das wurde nämlich, ebenfalls 2007, überarbeitet.

Die sehr spitze, kantige Form wurde modernisiert, abgerundet, entschärft, das Flügel-Motiv ist entstanden. Man ist mit viel Gefühl an die Sache heran gegangen, auch wenn unser Typografie-Spezialist Oliver Schöndorfer nicht aufhört zu bemängeln, dass die Abstände im neuen Gill-Schriftzug schlecht ausgeglichen wurden.
In der übrigen Bildsprache der Bank, so zum Beispiel im Geschäftsbericht oder auf der Website, tauchen immer wieder Sujets auf, in denen das kleine beflügelte Logo, schmetterlingsgleich Schwärme bildend, dazu verwendet wird, unvollständige Bilder und Vorstellungen zu komplettieren. Es geht um die Erfüllung von Träumen, ein schönes Motiv. Mit den Logo-Schwärmen werden Bäume imaginiert, Ruinen aufgebaut. Um das Bild abzurunden, ist die Volksbank passenderweise auch noch Hauptsponsor des österreichischen Skisprung-Teams, was sich mit dem Fliegen natürlich auch gut verträgt.
Erste Bank
Was mich hier schon länger stört, ist das Dunkelblau, das bei Nacht derart überstrahlt, dass man oft das Gefühl hat, man wäre stark übermüdet oder unter manchen Umständen die Konturen überhaupt nicht mehr erkennen kann.

Das alte Sparkassen-Logo, das auch heute noch verwendet wird, diese stilisierte Sparbüchse inklusive Münzeinwurf, hat sich seit 1971 eignentlich so gut wie gar nicht verändert und sieht daher auch nicht ganz up-to-date aus. Eines muss ich der Erste Bank aber lassen: dass sie immer noch ihren Aktienkurs auf der Startseite ihrer Website einblenden, ringt mir Respekt ab!
Raiffeisen Bank
An dieser Stelle hat sich auch längere Zeit nichts verändert – das Logo erinnert mich immer noch und jedes mal aufs Neue an Gefahren-Symbole und Hinweise auf Chemikalien-Behältern. Mit dem Signal-Gelb und der doch recht aussperrenden X-Geste kann ich mich nicht wirklich anfreunden.

Aber allzu schnell wird sich da bei der konservativen Raiffeisen nichts ändern – auch wenn wir schon einmal versucht haben, da mit unserem Geschäftsbericht-Konzept dagegen zu halten!
















