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	<title>Ferrás · Der Ferrás-Blog &#187; Dunkelheit</title>
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	<description>Der Ferrás-Blog</description>
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		<title>Vier Sinne lassen uns im Dunklen sehen</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 12:32:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Corporate Design]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Unsere Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Dinner in the Dark]]></category>
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		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein tolles Projekt beginnt mit einer tollen Erfahrung. Im Zug der Gestaltung des Corporate Designs für das Dunkelrestaurant Vier Sinne in Wien ist es natürlich wichtig, dass wir das, was wir später kommunizieren sollen, auch einmal selbst erlebt haben. Deshalb haben wir innerhalb der letzten zwei Wochen am Dinner in the Dark und an einem Workshop für Schüler teilgenommen. In beiden Fällen durften wir unsere Tischmanieren in der Dunkelheit erproben, wobei der Schüler-Workshop auch eine akustisch Herausforderung war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 40px; margin-top: 5px; margin-bottom: 40px;">
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			</a>
		</div>
<h3>Dinner in the Dark</h3>
<p>Der Abend begann mit einem Glas Sekt im Foyer und einer kurzen Einführung. Dann kamen auch schon die blinden Guides und führten immer zwei Leute an ihren Tisch im Dunkelraum. In einer Reihe marschierten unser Guide, Stefan und ich in die Finsternis, was im ersten Moment ein sehr seltsames Gefühl war. Absolute Dunkelheit ist etwas, das man im Alltag nicht kennt. Und egal wie sehr ich mich angestengt hatte, ich konnte nichts sehen. Als wir dann bei unserem Tisch angelangt waren, trat schnell ein Gefühl von Sicherheit ein. Und dann begann auch schon die Entdeckungsreise. Ich nahm zum Beispiel sehr intensiv den Duft der Rose wahr, Stefan entdeckt als erster so eine Art Dekorationskugel in der Tischmitte.</p>
<p>Mit der Zeit wurden wir in der Finsternis immer entspannter und freuten uns über unser Bier (das nicht so leicht ins Glas einzuschenken war) und eine Suppe. Im ersten Moment konnte ich es gar nicht fassen, dass ich gerade im Dunklen in der Suppenschüssel herumstocherte. Umso lustiger war es nämlich, wenn ich nichts erwischt hatte. Auch das Anstoßen war um einiges aufregender, als gewohnt. Irgendwie alles neu.</p>
<p>Besonders schön fand ich, dass uns unser Guide immer mit den Vornamen ansprach. Natürlich, irgendwie muss er uns ja wiedererkennen, aber so eine persönliche Atmosphäre hat man in einem normalen Restaurant sonst nicht. Auch dieses visuelle (bei uns als Gestaltern noch stärker verankerte) Wertesystem ist auf einmal nichts mehr wert. Es ist egal, wie Tisch oder Besteckt aussehen, nur gut anfühlen müssen sie sich. Denn jetzt müssen wir mit Mund, Nase, Ohren und Händen sehen.</p>
<p>Die fast drei Stunden im Dunkelraum fühlten sich wie anderthalb an und nach dem Dessert und vielen aufregenden Eindrücken wurden wir wieder in das Foyer herausgeführt. Unglaublich wie grell ein bisschen Kerzenlicht sein kann, wenn man vorher für mehrere Stunden gar nichts sehen konnte.</p>
<h3>Schüler in the Dark</h3>
<p>Um beide Angebote von <em>Vier Sinne</em> komplett verstehen zu können, nahmen wir drei Tage nach unserem Dinner an einem Schüler-Workshop teil. Auch wenn es hier ebenfalls ein Menü gab, stand die Entdeckungsreise in die Welt der Blinden etwas mehr im Vordergrund. Wir durften das Ganze mit einer Schulgruppe aus Enns erleben, die gerade eine Woche in Wien verbrachte.</p>
<p>Was wir als erstes erfuhren: Lärm bedeute in der Dunkelheit wirklich Stress. Und zwar viel mehr als sonst. Aber was wir so auch erleben konnten: die Schüler hatten unglaublichen Spaß. Nach etwa einer Stunde war es dann auch schon vorbei und es gab gemeinsam eine Nachbesprechung des Erlebten, inklusive der Gelegenheit dem Guide Fragen über das Zurechtkommen im Alltag einer Blinden zu stellen. Diese Möglichkeit wurde auch genutzt und man hat bemerkt, dass nach all dem Herumgeblödel bei einigen auch eine wertvolle Erfahrung hängen geblieben ist.</p>
<h3>Und was haben wir mitgenommen?</h3>
<p>Im Ganzen zwei erlebnisreiche Abende.  Ich glaube ich habe noch nie so viel in meinem Essen herumgefummelt wie an diesem Abend. Aber zum Glück hat es ja niemand gesehen. Außerdem war es so auch eine sinnliche Wahrnehmung, die ich sonst eher selten habe. Jetzt sind wir neugierig, wie wir das Erlebte in Logo, Visitenkarte, Foldern, Schildern, Website und vielem mehr visualisieren werden. Mit Sicherheit wird es keine einfache Aufgabe, aber eine spannende.</p>
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		<title>Uns bleiben: Vier Sinne. Eine Projektvorschau.</title>
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		<pubDate>Sat, 02 May 2009 12:23:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Corporate Design]]></category>
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		<category><![CDATA[Restaurant]]></category>
		<category><![CDATA[Vier Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor nicht einmal zwei Wochen ruft mich ein interessiert klingender Mann an und stellt mir ein noch viel interessanter klingendes Projekt vor: nämlich das seines Bruders, dem er dabei zur Seite steht, unsere gewohnte Sinneswahrnehmung ordentlich durcheinander zu würfeln um uns dann neu justiert, verwirrt und begeistert wieder in die Welt da draußen zu entlassen. Zusammen mit dem Team von Vier Sinne freuen wir uns auf eines der aufregendsten Projekte, das je an uns herangetragen wurde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 40px; margin-top: 5px; margin-bottom: 40px;">
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			</a>
		</div>
<p>Um ehrlich zu sein: wir wollten immer schon mal ein <strong>Corporate Design für ein Restaurant</strong> umsetzen. Weil man da so tolle Dinge machen kann. Weil da noch etwas erdacht, produziert, verkauft und konsumiert wird. Weil es um Wohlbefinden und Sinneseindrücke geht. Aber dass wir jetzt die Chance bekommen, das in einer so reinen und extremen Form anzugehen, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet!</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-335" title="Null Sicht" src="http://www.ferras.at/blog/wp-content/uploads/2009/05/Null-Sicht.jpg" alt="Null Sicht" width="530" height="246" /></p>
<p>Aber der Reihe nach: Den allgemeinen Begriff <strong><em>Dinner in the Dark</em></strong> kennen vielleicht einige, den <em>Dialog im Dunklen</em> in der Wiener Stadthalle wahrscheinlich mehrere. Diese Einrichtung, die darauf ausgerichtet war, das Leben, den Alltag von Blinden erlebbar zu machen, musste <a title="Dialog im Dunklen: geschlossen" href="http://www.dialogimdunkeln.at/closed.html" target="_blank">im vergangenen Sommer zusperren</a>. Das dadurch entstandene Vakuum hat <em>Emanuel Frass</em> genutzt und seine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Erlebnis-Pädagogik in Selbständigkeit umgesetzt: Er hat <strong><em>Vier Sinne</em></strong> ins Leben gerufen – Erlebnisgastronomie, die diesen Namen auch verdient. Im 3. Wiener Bezirk.</p>
<p>Dabei ist das Konzept nicht primär darauf ausgerichtet, den Alltag von Blinden nachzuzeichnen, sondern <strong>durch Dunkelheit</strong> – und damit die Ausschaltung des Sehsinns – <strong>die anderen vier Sinne verstärkt und neu wahrzunehmen</strong>. Und genau das passiert bei <a title="Essen im Dunkeln: Dinner in the Dark Wien" href="http://viersinne.at/index.php/private" target="_blank"><em>Dinner in the Dark</em></a> und für <a title="Ziel für Schulausflug: Blinde Du (spielerisches Lernen)" href="http://viersinne.at/index.php/schulen" target="_blank">Schulausflüge (wie etwa auf Wienwoche)</a> über ein sehr erlebnisorientiertes Setting mit Spielen, Herausforderungen und Jause. Alles natürlich in vollkommener Dunkelheit, angeleitet von blinden Guides.</p>
<p>Und für dieses wunderbare Unternehmen dürfen wir jetzt das (neue) Corporate Design und den (neuen) Webauftritt machen. <strong>Ein Konzept, das sich dem Visuellen versagt visuell darstellen</strong>. Mit Sinneswahrnehmungen arbeiten, die ja unser Werkzeug sind, nur diesmal für ein Projekt, das die Sinneswahrnehmungen in den Mittelpunkt stellt, dessen Inhalt sie sind! Wir könnten aufgeregter nicht sein!</p>
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