Er meint nämlich, dass es meist die kleinen Dinge sind, die hängen bleiben und letztlich den Eindruck machen:
… und jeder kennt das.
So großartig ein neuer Flughafen sein sollte: Wenn die Beschilderung während der Suche nach einem Terminal die Farbe wechselt, wird man – zuhause angekommen – in Erzählungen kein gutes Haar an diesem Flughafen lassen. Der Kostenpunkt, es richtig zu machen wäre gewesen: gleich Null.
Daher empfiehlt es sich gerade für uns Gestalter, einerseits dem Detail große Aufmerksamkeit zu schenken, denn auch große Ideen können letztlich an kleinen Unachtsamkeiten scheitern.
Andererseits liegt genau in den kleinen Dinge oft die große Chance, im Gedächtnis zu bleiben: Es sind die charmanten und cleveren Details, die einen von der Masse abheben. Von denen die Leute erzählen. Und nicht die tausend anderen Dinge, die man – genau wie alle anderen – auch einfach nur richtig gemacht hat!
Wer in die Idee investiert …
… spart daher eventuell eine Menge Geld bei der Umsetzung. So haben zum Beispiel auch die Presse-Aussendungen, die letztes Jahr Journalisten zu Vier Sinne gelockt haben, in der Produktion nur wenige Cent gekostet: Digitaldruck, Klebstoff, selbst angebrachte Perforierung. Und 500 auf Ebay erstandene Elektro-Sicherungen für insgesamt 6 €.
Und schon war der RSb-Brief-Appeal da. Dringend. Wichtig. Der zylinderförmige Gegenstand, der laut auf den Tisch fiel, gefolgt von: »Wir haben die Sicherung rausgenommen. Die Dunkelheit ist nicht mehr aufzuhalten.« Ohne Absender, ohne Fingerabdrücke. Daran erinnerte man sich noch 2 Wochen später, wenn dann die tatsächliche Einladung kam. The little things.
p.s.: wen es interessiert, hier bloggt Rory Sutherland.













