Suchmaschine finden
»REEGLE ist eine Suchmaschine, nur leider scheint das kaum jemand erkannt zu haben. Und das trotz .info-Domain. Die Meisten verwenden das Suchfeld ohne zu Zögern für seiteninterne Abfragen: Kontakt, Partner, Firmenbroschüren. Und sind dann natürlich von den sonderbaren Ergebnissen unserer globalen Suche überrascht.«
Camilla Chalmers ist Marketing Managerin bei REEEP, einer international tätigen öffentlich-privaten Partnerschaft mit Sitz in der UNO-City in Wien. Unterstützt von anderen NGOs, Regierungen, privatwirtschaftlichen Unternehmen und Entwicklungsbanken, setzt sich REEEP für erneuerbare Energien und eine effizientere Energienutzung ein. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt daher darin, qualitativ hochwertige und aktuelle Informationen zur Verfügung zu stellen und deren Verbreitung zu lancieren. Aus diesem Grund wurde 2006 die Suchmaschine REEGLE ins Leben gerufen. Nur leider scheint das kaum jemand erkannt zu haben.
Identität
»Natürlich, die ganze Seite ist inzwischen in die Jahre gekommen und spiegelt die fortschrittliche Technologie nicht wider, die ihr eigentlich zugrunde liegt. Aber vor allem hat ihr von Anfang an eine klare, eindeutige Suchmaschinen-Identität gefehlt. Das beginnt schon beim Seitenaufbau in Frames, der bei einer Suchmaschine doch eigentlich ziemlich befremdlich wirkt? Dazu eher unklare Funktionsbezeichnungen und eine generell überladene, unübersichtliche Präsentation. Unser allererster Menüpunkt ist eine Anleitung, wie das Ganze zu bedienen ist. Eine Anleitung. [Bei jedem Element.] Irgendwann hat uns das zu denken gegeben.«
Einige Wochen zuvor, in der Aufforderung zur Angebotsabgabe, erfuhren wir unter anderem, dass der REEEP die bisherige Seite zu statisch war und ein verstärkter Web 2.0 Zugang gefunden werden sollte, insbesondere durch Widgets und eine durch den User anpassbare Startseite. Diese sollte zum Einen also aufs Wesentliche konzentriert werden: aufs Suchfeld.
Zum Anderen galt es aber auch, News und Events besser lesbar zu machen, den neu zu gestaltenden Blog prominenter zu positionieren und verschiedene Widgets abrufbereit zu halten. Jedes gelungene Interface, besonders aber das einer Suchmaschine, darf dem User nur soviel Komplexität zumuten, wie er in einem ganz bestimmten Augenblick gerade benötigt.
Grüner wirds noch.
Ajax-Technologie erlaubt genau das: einzelne Daten erst bei Bedarf nachzuladen – ohne die komplette Seite, auf der man sich gerade befindet, neu aufzubauen. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Platz: Überschriften etwa werden per Klick zu Langtexten ausgeklappt. Eingabemasken erscheinen. Weiterführende Menüs blenden sich ein. Das ermöglicht insgesamt ein völlig neues Arbeitserlebnis, bei dem Aktionen wie bei einer Desktop-Anwendung sofortige Wirkung zeigen. Die einzelnen Elemente lassen sich dabei je nach Wunsch verschieben oder auch ganz ausblenden.
Die Umgebung schließlich, in die das alles eingebettet werden würde, sollte sauber, übersichtlich und gepflegt sein – ohne dabei aber steril und geometrisch zu wirken. Weder Parkplatz noch Urwald, sondern ein Garten, und zwar am ehesten ein englischer. Wir nahmen daher gleich zu Beginn neben dem bestehenden Grün aus dem Logo ein weiteres, saftiges in unsere Palette auf. Und nicht nur farblich findet das bestehende Logo im neuen Screen-Design Widerhall: seine elliptische Form wird zu der des Suchfeld; seine Pfeile, die abgerundeten Kanten und das Symbol des Kreislaufs zu wesentlichen Gestaltungselementen der gesamten Seite. Die Idee von Erneuerbarkeit und effizientem Umgang mit Ressourcen wird im Redesign so auch konzeptionell zum Ausdruck gebracht. Großzügiger Weißraum umgibt die Grünflächen, die ganze Seite schwebt über einer Wiese …
Wie gut dieser Boden für die allgemeine Usability ist, wird derzeit übrigens gerade in einer unabhängigen Studie von der Hochschule Augsburg, Fakultät für Informatik, untersucht. Wir sind gespannt.











